Avram Iancu Rallye
| Eingetragene Teilnehmer | 62 |
| Teilnehmer Gruppe H | 13 |
| Typ der Ralley | Schotter |
Die Rallye war gegenüber dem Vorjahr komplett neu konzipiert worden; 8 von 12 SP führten durch die Berge westlich von Cluj im Gebiet „Fântânele", weitere 2 SP nördlich von Cluj durch eine ehemalige Obstplantage - ein toller Parcours mit sehr schnellen Passagen, Sprungkuppen und vielen engen Kurven. Zwei weitere SP führten südlich von Cluj durch sandiges Gebiet mit breiten Wegen und Platz zum schnellen Driften durch die Kurven.
Unsere Vorbereitung
Wir hatten unser Trainingsauto bereits zwei Wochen vor der Rallye nach Cluj gebracht und konnten somit am Donnerstag morgen direkt mit dem Training beginnen. Da die Strecken sowohl westlich als auch nördlich und südlich von Cluj lagen, war der erste Trainingstag für die Etappen westlich von Cluj vorgesehen, am Freitag waren die Strecken nördlich und südlich zu trainieren. Aufgrund des Regens der vergangenen Tage waren die SP teil-weise extrem rutschig und schwierig zu fahren, zumal einige Kurven bereits im Roadbook aufgrund der extremen Abgründe als gefährlich gekennzeich-net waren. Somit war Vorsicht geboten.
Unseren Evo hatten wir am Donnerstagabend nach dem Training „getes-tet", da der von Braşov völlig zerstörte Turbo ausgetauscht worden war und wir zunächst prüfen wollten, ob sich die Drehzahlen mit dem neuen Turbo im normalen Bereich bewegten. Dies war der Fall, wenn wir auch mit dem „Mapping" nicht wirklich zufrieden waren, da der Turbo erst sehr spät einsetzte und dann mit einem echten Turbo-„Boost", was für das Fahren auf dem rutschigen Untergrund nicht optimal war.
Prolog
Der offizielle Start der Rallye war am Freitagabend mit einer „Superspecial" auf dem Parkplatz der Iulius Mall. Es war ein 400m langer Slalomkurs abgesteckt worden, der zweimal zu fahren war, das Ergebnis zählte jedoch nicht für die Rallye.
Da wir bereits unsere neuen Schotterreifen auf dem Auto hatten und diese auf dem Asphalt nicht zerstören wollten, fuhren wir den Kurs nicht mit „full speed", beendeten aber dennoch auf Platz 2 in unserer Gruppe.
Tag 2 der Rallye: Samstag, 20.09.2008
Bedingungen:
Wetter: kalt und regnerisch
Wald- und Wiesenwege: nass und aufgeweicht
Es hatte in der Nacht wieder geregnet, so dass die bereits feuchten und rutschigen Wald- und Wiesenwege komplett aufgeweicht und matschig waren und das Fahren zu einem rutschigen Abenteuer wurde.
Die erste SP führt vom Stausee „Tarniţa" bergauf Richtung Fântânele; wir fuhren im „schwächsten" Programm der Motoreinstellung, in dem das abrupte Einsetzen des Turbos nicht so stark zu spüren war und fuhren mit 10,54 Min. dennoch die zweitschnellste Zeit in unserer Gruppe. Die zweite SP führt von Bedeciu entlang eines Bergkammes und über eine Hochebene Richtung Capuşu Mic. Die Strecke entlang des Bergkammes ist gefährlich, da einige Kurven bei zu schneller Fahrweise direkt in den Abgrund führen und der steinige Untergrund aufgrund der Nässe extrem rutschig war. Wir fuhren diesen Teil der SP vorsichtig. Der schnelle Abschnitt auf der Hochebene war ebenfalls extrem rutschig, aber gut zu fahren und meisterten die SP ohne Probleme.
Kurz vor Ende der Prüfung kündigte sich plötzlich unser späteres erneutes vorzeitiges Ausscheiden an: kein Turbodruck mehr!
Wir rollten ins Ziel und versuchten zu erkennen, ob nur ein Schlauch oder eine Verbindung abgerissen war. Es war nichts zu erkennen und wir fuhren in den regulären Service, der zum Glück nur wenige km nach dem Ende der SP lag.
Alle Verbindungen waren ok und es zeichnete sich ab, dass wir erneut einen Turboschaden hatten. Wir verließen den Service in der Hofnung, dass wir doch noch weiterfahren können, doch bereits bei der Ausfahrt aus dem Service wurde klar, dass wir keine Chance hatten weiter zu machen, denn unser Evo hatte absolut keine Beschleunigungskraft mehr und erreichte mit Mühe noch eine Endgeschwindigkeit von 100km/h.
Das war somit das erneute vorzeitige Aus, auf dem 2. Platz liegend!
Hätten wir diese Rallye beendet - ein 3. Platz wäre ausreichend gewesen - wäre unser 2. Platz in der Meisterschaft der Gruppe H gesichert gewesen. Sogar die theoretische Chance den ersten Platz in der Meisterschaft zu erreichen wäre noch gegeben gewesen.
Nunmehr sind wir in Iaşi erneut gefordert und müssen, um den 2. Platz in der Meisterschaft zu halten, erneut in den Punkten beenden. Wir haben uns fest vorgenommen die Meisterschaft mit dem zweiten Platz abzuschließen.
BRK-Rallye Team