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Hunedoara Rallye

Rallye Hunedoara ist eine der schnellsten Rallyes der Saison. Die Sonderprüfungen fnden auf  abgesperrten Asphaltstrassen zwischen Deva und Hunedoara sowie Hunedoara und Hasdat / Haget / Toplita statt. Einige der Strassen sind neu gete-ert, was sehr rutschig bedeutet; die unrenovierten Strassen sind teilweise sehr wellig und mit vielen Unebenheiten. Zwei neü kurze Prüfungen, die in beide Richtungen zu fahren waren, kamen zusätzlich in das Programm; beide fast durchgängig mit „Vol-lgas" zu fahren. Unser Top Speed bei dieser Rallye lag bei ca. 200 km/h. Die Durchschnittsgeschwindi-gkeit betrug über 112 km/h.

 

Unsere Vorbereitung

Das Training verlief  ohne Probleme, so dass wir gut vorbereitet in die Rallye starten konnten.

 

Tag 1 der Rallye: Freitag, 09.05.2008

Bedingungen:

Wetter - bewölkt, teilweise gewittrig

Asphalt -  trocken, im Wald feucht

 

Am ersten Tag standen 5 Sonderprüfungen (SP) auf  dem Programm. Die erste SP "Almas" eine 7 km langen Bergauf-Bergabetappe, die von Deva nach Hunedoara führt, musste wegen eines Unfalls auf  der Strecke annuli-ert werden.

Somit begann die Rallye für uns und unseren Evo 5 mit der SP „Cincisi", einer 15km langen, anspruchsvollen Etappe entlang eines Sees. Auf  Teilen der Strecke ist der Asphalt sehr wellig und es macht einen grossen Unter-schied, diese holprigen Kurven im Training oder in Renngeschwindigkeit zu fahren, so dass grösste Aufmerksamkeit nötig war. Im Waldabschnitt gegen Ende der Prüfung war die Strasse nicht nur wellig, sondern auch feucht und schmutzig und sehr rutschig, was auf  Trockenreifen ebenfalls höchste Kon-zentration erforderte, um nicht „abzufiegen". Wir fuhren die 3. schnellste Zeit in unserer Gruppe.

Nach einem Regrouping ging es die gleiche Etappe zurück - wir fuhren mit

8.00 min erneut eine sehr gute Zeit und lagen damit an 2. Stelle in unserer Gruppe, nach Dodo Pitigoi im Ford Focus WRC.

SP 4 war die SP 1 in umgekehrter Richtung und wir fuhren mit 4.05 min erneut die zweitschnellste Zeit in unserer Gruppe; das sehr starke Team Abraham/Silasi mit einem Evo 9 hatte nach einem „Abfug" in SP 2 mit Problemen zu kämpfen, ebenso hatte das Team Berari/Sandu mit einem super starken Evo 9 technische Probleme und wir konnten unseren Vorsprung ausbaün.

SP 5 war eine Superspecial vor dem Hotel Sarmis in Deva; auf  einem 1,4 km langen abgesperrten Parcours mit künstlicher Schikane musste auf  Bestzei gefahren werden. Wir hatten unseren Aufschrieb für eine Kurve nicht eindeutig formuliert und im „Racing Speed" bogen wir somit prompt falsch ab, konnten es aber sofort korrigieren. Der Fehler kostete uns ca 5-8 sek; unser 2. Platz blieb dennoch für den ersten Tag gesichert.

 

Tag 2 der Ralley: Samstag, 10.05.2008

Bedingungen:

Wetter - bewölkt 

Asphalt - trocken

 

Am zweiten Tag standen 10 Sonderprüfungen auf  dem Programm.

Gestartet wurde wieder mit der SP 1 „Almas" des Vortages, die dieses Mal auch gefahren werden konnte. Wir meisterten die SP gut, hatten jedoch das Ende der Prüfung nicht korrekt notiert und stop-pten den Rennspeed ca. 500m vor dem Ende der Prüfung. Das kostete uns ca. 5-6 sek - und wir hatten 3 Verfolger im Nacken: das Team Ionescu/Dumitriu auf  Ford Escort BDA und die Teams Abrahan/Silasi und Berari/Sandu, beide mit super starken Evo 9, die die Probleme des Vortages behoben hatten und nunmehr „attackierten". Das Team Abraham/Silasi nahm uns auf  dieser SP 20 sek ab. Jetzt hies es vollste Konzentration und bloss keine Fehler machen.

 

Auf  der nächsten SP „Hasdat" hatten wir uns im letzten Jahr zwei Vorderreifen beim Abkürzen der Kurven zerstört, womit die Rallye für uns beendet war, so dass wir dieses Mal beim Aufschrieb genau darauf  achteten, welche Kurven abgekürzt werden konnten und welche nicht.

Wir hatten auf  der 15,4 km langen sehr schnell zu fahrenden SP keine Probleme und fuhren mit 7,55 min eine gute Zeit, dennoch nahm uns das Team Abraham/Silasi erneut 20 sek ab.  

Die nächsten beiden kurzen schnellen SP 8 und 9 beendeten wir als 2. und 3. in unserer Gruppe; auf SP 10 nahm uns das Team Abraham/Silasi erneut 15 sek ab, so dass wir am Ende der ersten Runde noch gut eine Minute Vorsprung vor dem Verfolger hatten. Das Team Ionescu/Dumitriu war rd. 45 sek hinter uns liegend ausgefallen.

Dieser Vorsprung hätte ausreichen sollen, wenn nicht unsere Kupplung erneut Anzeichen des Verschleisses gezeigt hätte; somit war die grosse

Frage: hält die Kupplung durch und welche Zeiten können wir dem angreifenden Abraham mit einer „rutschenden" Kupplung entgegensetzen.

 

Wir starteten die letzte Runde von 5 Sonderprüfun-gen. SP 11 + 12, die zwei kurzen schnellen Prüfun-gen liefen gut; auf  der SP 13 „Sivas" („Hasdat" in entgegengesetzter Richtung) merkten wir deutlich die nachlassende Kupplung beim Beschleunigen und hoften, nicht zu viel Zeit verloren zu haben. Beim Zeitenvergleich stellten wir fest, dass wir nur minimal langsamer waren als das Team Abraham/Silasi, da sie, im Kampf  um Platz 2, einen weiteren Abfug ver-buchen mussten und ebenfalls Zeit verloren hatten.

Somit hatten wir vor der SP 14, der letzten Prüfung vor der Superspeciala nach wie vor rd. 1 min. Vorsprung und konnten unsere Kupplung etwas schonen.

Aber nach der SP 13 ein neues Problem: die hintere Bremse blockierte wegen Überhitzung. Wir konnten unseren Evo nur mit Mühe von der Zei-tkontrolle wegfahren - und mussten noch nach Hunedoara zur Superspecial.  Mehrmalige feste Bremsmanöver lösten die Bremse nur wenig, so dass nur übrigblieb anzuhalten und abzuwarten, ob das Abkühlen der Bremse die Blockierung löst. Felgen und Bremsen waren glühend heiss, doch wir hatten Glück und die Bremse löste sich wieder. Somit blieb die Frage ofen, ob sie ausreichend abgekühlt war, um in der nächsten SP nicht direkt wieder zu blockieren. Die SP 15 ist zum Glück eine kurze Prüfung, ein Slalomkurs vor dem Hotel Rusca in Hunedoara, als Showdrive für die Zusschauer. Alles lief  gut und es traten auch keine neün Probleme auf.

Eine weitere „gute" Nachricht erreichte uns per SMS vor der letzten SP: in Führung liegend musste das Team Pitigoi/Csomortani mit dem Ford Focus WRC vor der SP 15 wegen technischer Probleme aufgeben - somit kamen wir von unserem hart umkämpften Platz 2 auf  Platz 1 in unserer Gruppe, gefolgt von den Teams Abraham/Silasi und Berari/Sandu. Im Gesamt been-deten wir auf  Platz 11.

 

In der Meisterschaft liegen wir mit 19 Punkten jetzt auf  Platz 2  in Gruppe H, einen Punkt hinter dem nunmehr führenden Team Abraham/Silasi.

 

Fazit

Erneut eine spannende Rallye; wir mussten bis zur letzten SP kämpfen, nicht nur mit unseren Verfolgern, sondern erneut auch mit technischen Problemen, die wir mit Unterstützung unseres MIT Motors Team bis zur nächsten Rallye in Cluj in dern Grif bekommen wollen.

 

Ein Dank geht erneut an alle, die uns unterstützen, insbesondere an unser Team von MIT Motors, das bis zur letzten Minute vor der Rallye an der Vorbereitung unseres Evo gearbeitet hat.

 

BRK-Rallye Team