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Iasi Rallye

 

Rallye Iaşi bildete auch dieses Jahr den Abschluss der Saison. Die Sonderprüfungen (SP) entsprachen teilweise den Strecken des Vorjahres in den Bergen südlich von Iaşi; zusätzlich waren drei SP westlich von Iaşi in das Programm aufgenommen worden.  Der Untergrund war kiesig und in den vielen Wal-detappen überwiegend festgefahrene Erde.

 

Insgesamt eine schöne Mischung aus schnellen Etappen und engen, kurvigen Abschnitten, insbesondere auf  den Bergstrecken, vorausgesetzt die Wetterbedingungen sind gut, d.h. trocken, und die Waldwege verwandeln sich nicht in Rutschbahnen.

 

Unsere Vorbereitung

Wir hatten unser Trainingsauto wieder das Wochenende vor der Rallye nach Iaşi gebracht und starteten am Mittwoch mit dem Training, denn insbesondere bei den neuen Etappen sind die drei Trainingsrunden zwingend notwendig.

 

Am Freitag stand ein „Shakedown" auf  dem Programm, ein Test mit dem Rallyeauto auf  einer vorgegebenen Etappe ausserhalb von Iaşi. Da wir nach dem erneuten Ausfall in Cluj einen Techniker unseres Tuners aus Frankreich für die Abstimmung der Motorelektronik angefordert hatten, waren diese Testfahrten nach der Programmierung der Software für uns ausserordentlich wichtig und wir benötigten auch die komplette vorgegebene Zeit für das „Mapping".

 

Tag 1 der Rallye: Samstag, 25.10.2008

Bedingungen: 

Wetter: bewölkt und kühl, am Abend einsetzender Regen

Strecke: teilweise trocken, im Wald nass und matschig

 

Am Samstag waren sieben Sonderprüfungen zu fahren. Es standen drei Runden aus jeweils zwei SP auf  dem Programm, gefolgt von einer „Super Special" vor dem Kulturpalast von Iaşi. Die erste SP jeder Runde, „Bârnova" ist eine 6km lange Bergaufetappe, die in einer Kombination aus schnell zu fahrenden Kurven und engen Serpentinen den Berg hinauführt. SP 2, „Poieni", ist eine 8km lange Bergabetappe, auf  teilweise extrem engen Waldwegen die schwierig zu fahren sind, da sie nicht eben sind sondern nach links und rechts abfallen, viele Unebenheiten und Löcher haben und die „Ideallinie" somit nicht einfach zu fnden ist.

 

Unsere Hofnung auf  trockene Strecken hatte sich nicht erfüllt, denn es hatte den kompletten Freitag geregnet, so dass die erste Runde eher ein Test war, um festzustellen wie nass und rutschig der Untergrund war. Da beide SP fast komplett im Wald liegen war der Boden wie zu erwarten stark aufgeweicht und das Fahren grösstenteils wie auf  Schmierseife. Wir meisterten die SP dennoch ohne Probleme, unser Evo lief  wieder perfekt und wir lagen nach den drei Runden mit insgesamt 6 SP auf  Platz 3 in unserer Gruppe. Vor der Super Special fng es erneut an zu regnen, was auch den abgesteckten Slalomkurs auf  Kopfsteinpfaster vor dem Kulturpalast in eine Rutschbahn verwandelte. Wir fuhren diese kurze SP vorsichtig, um nicht durch einen „Dreher" unnötig Zeit zu verlieren, und blieben auf  Platz 3 am Ende des ersten Tages.

 

Tag 2 der Rallye: Sonntag, 26.10.2008

Wetter: bewölkt und kühl

Strecke: überwiegend trocken, im Wald noch feucht und teilweise matschig

 

Am Sonntag waren insgesamt 9 SP zu fahren, und zwar drei identische Runden aus jeweils drei SP, mit einem Servicestop in Iaşi nach jeder Runde. 

 

Die erste SP, Mădârjac (11,9 km), führte in schnellen Kurven und engen Serpentinen durch den Wald bergab. Die zweite SP, Sineşti ist eine fahrerische Herausforderung und führt 17,3 km bergauf  und bergab über enge kurvige Waldwege mit „Hochgeschwindigkeitsetappen" zwischen den kurvigen Abschnitten. Manche der Kurven waren noch nass und rutschig, die schnellen Etappen waren teilweise sehr uneben und hatten einige Mut erfordernde Sprungkuppen. Wir fuhren die Prüfung in 10:36,8min, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 98 km/h entspricht. Die dritte SP, Dumeşti, ist eine kurze, 3,5 km lange sehr schnelle Etappe auf  lockerem Schotter, die wir in einer Zeit von 1:47:9min fuhren, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 120 km/h entspricht.

 

Wir meisterten die erste Runde ohne Probleme und verteidigten unseren 3. Platz, gegen einen stark fahrenden „Verfolger" mit 5 sec Vorsprung. Die zweite Runde lief  ebenfalls gut, wir konnten unseren kleinen Vorsprung auf  8 sec leicht ausbauen. In der letzten Runde legte unser „Verfolger" auf dem 4. Platz einen tollen Endspurt hin und lag vor der letzen SP mit 4 sek. vor uns. Wir wollten keinen Abfug riskieren, da unser Ziel für diese Rallye war, mindestens auf  Platz 6 anzukommen, und trotz einer guten Zeit auf  der letzten SP konnten wir die-sen Abstand auf  der kurzen SP nicht mehr aufholen und lagen somit am Ende der Rallye auf  Platz 4.

 

Dies bedeutete aber Verteidigung unseres zweiten Platzes in der Meisterschaft und somit Vize-Champion in der Gruppe H.

 

Wir mussten nur noch in den letzten Service und unseren Evo in den „Parc Ferme" fahren.

 

Doch wie so oft kam alles anders: nach dem Abschlusservice sprang unser Evo nicht mehr an! Wir schoben mit Hilfe unserer Mechaniker das Auto zur Zeitkontrolle am Ende des Serviceparkes und dann waren wir auf  uns alleine gestellt: wir mussten unseren Evo die rd. 300m in den „Parc Ferme" ohne fremde Hilfe schieben! Die Strasse führte ganz leicht bergauf  und unser Evo hat ca. 1,5t - es war die Hölle. Fremde Hilfe würde Disqualifzie-rung bedeuten und das konnten wir nicht riskieren, denn damit wäre der 2. Platz in der Meisterschaft weg. Irgendwie schaften wir es und im Parc Ferme angekommen, erlaubte uns zu unserer Erleichterung der Schieds-richter die Hilfe unserer Mechaniker anzunehmen, um das Auto in seine endgültige Parkposition zu schieben. Wir waren erledigt, aber hatten es geschaft!

 

Leider kam erneut alles anders als wir dachten und wir fühlten uns an die Story des letzten Jahres erinnert, denn wir mussten am Abend bei Veröfentlichung der Resultate feststellen, dass wir wegen unerlaubter fremder Hilfe im Parc Inchis disqualifziert worden waren!

 

Auf  unsere Nachfrage mussten wir erfahren, dass die freundliche Geste des Schiedsrichters leider von den anderen anwesenden Kommisaren gegen uns ausgelegt worden war und aufgrund der ofziellen Notiz des leitenden Kommissars die Kommission der Rennleitung den Ausschluss wegen unerlaubter Hilfe beschlossen hatte.

 

Eine riesige Entäuschung für uns und unser Team, denn erneut wurde unser erfahrener Erfolg nicht anerkannt.

 

Fazit

Eine sehr schöne Rallye, die viel Spass gemacht hat und trotz des unglücklichen Ausganges ein toller Abschluss der Saison war.

 

Wir beenden die Rallye Saison 2008 auf dem 3. Platz der Meisterschaft der Gruppe H und bedanken uns insbesondere bei unserem Team von MIT Motors für die gute Betreuung während der 8 Veranstaltungen und den tollen Einsatz, nicht nur an den Rallyewochenenden. 

Wir bedanken uns desweiteren bei unseren Sponsoren UniCredit Leasing, CTE Trailers, Interior Resources, Asirom, Activ Asigurări, Impression, Langendorf und Euromedia, ohne deren erneute Unterstützung diese Saison nicht möglich gewesen wäre.